Freihandzeichnen (2): Häufig verwendete technische Formen 11.02.2013, 06:55

Freihandzeichnen-Übung, Vorschaubild

Zur »Werkzeugkiste« des Freihandzeichnens gehören Normteile wie Schrauben, Muttern, Scheiben, Stifte, Gleitlager, Wälzlager und Passfederverbindungen. Dem Freihandzeichner muss ihr Aussehen geläufig sein.

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Gewissermaßen zur Werkzeugkiste des Freihandzeichnens gehören Normteile wie Schrauben, Muttern, Scheiben, Stifte, Gleitlager, Wälzlager und Passfederverbindungen. 

Zwar liegt es im Wesen des Freihandzeichnens, dass sich der Zeichner mit nicht allzu exakten Linien zufrieden gibt, aber wenn man Normteile freihand zeichnet, sollte man beachten, dass man sie in ihren richtigen Proportionen darstellt. Diese kann man sich eigentlich nur durch häufiges Üben aneignen. Nützliche Anhaltswerte dafür sind in die Skizzen unten eingetragen.

Schrauben: Wie man einen Sechskant-Fasenbogen genau konstruiert, finden Sie hier.

Zu den häufig verwendeten technischen Formen sind auch Einzelheiten an Bauteilen zu zählen wie Gewindeenden, Einstiche, Zentrierbohrungen und verschieden geformte Wellen- oder Achsenenden. 

Hier einige Normblatt-Nummern, aus denen man Abmessungen entnehmen kann: 

Sechskantschraube DIN EN ISO 4014
Sechskantmutter DIN EN ISO 4032
Zylinderschraube mit Innensechskant 4762
Gewindeenden DIN EN ISO 4753
Passfeder DIN 6885
Rillenkugellager DIN 625
Kegelrollenlager DIN 720
Axialsicherungsring für Wellen DIN 471 

Normteile-Anbieter haben unzählige Maßblätter mit Normteilen ins Internet gestellt, auf denen man die Abmessungen ebenfalls findet. 


Eine Ebene höher liegt die perspektivische Darstellung von Bauteilen. 

So fasst man Drehteile mit Absätzen, die in ihren Zwischenstücken aus jeweils verschiedenen geometrischen Grundformen bestehen wie Zylindern, Vierkanten, Kegeln und Kugeln, als Aneinanderreihung dieser Grundformen auf. Ein Beispiel dafür wäre der hier gezeigte Kugeldrehzapfen.  
Hier wird man oft mit Ellipsen konfrontiert. Dabei ist uns beim Freihandzeichnen einer Ellipse oft nicht klar, wie ihre großen und kleinen Bogen zueinander liegen, zeichnet man in jedem Fall die umhüllende Raute: In ihrem spitzen Winkel liegt der kleine Bogen, in ihrem stumpfen Winkel der große. Als Beispiel wird ind diesem Beitrag eine Nutmutter freihand in Vorder- und Seitenansicht skizziert und bemaßt.