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Der Autor

Hermann MetzIch bin Hermann Metz. Als Ma­schinen­bau-Ingenieur (FH) arbeitete ich von 1977 bis 2005 als Fach­lehrer an der Gewerbe­schule Brei­sach, wo ich alle gängigen Fächer der Land- und Baumaschinen­technik und der Kraft­fahrzeug­technik unterrich­tete. Dabei hatte ich mit Fach- und Meister­schülern zu tun. Aus meiner Lehr­erfahrung habe ich hier Vorlagen für den Technik­unterricht zusammen­gestellt. Sie finden darin methodische und didaktische Anregungen, Folien, Arbeits­blätter usw.

Spanngurt mit Spannschloss

Wenn Lasten mit Spanngurten gesichert werden, ist das Spannschloss das zentrale Funktionsteil. Dabei handelt es sich um eine nicht zu komplizierte, preisgünstige Konstruktion, die sich bestens für die Behandlung im N+T-Unterricht eignet.

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Eingetragen am 05.03.2009, 11:10 Uhr in Naturwissenschaft und Technik | Technik des Alltags | Technologie | Technisches Zeichnen |

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N+T-Unterricht

Spannschloss

Wo Lasten mit Spanngurten gesichert werden, spielt das Spannschloss eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich um ein nicht zu kompliziertes, preisgünstiges technisches Bauteil, das sich als N+T-Unterrichtsthema eignet.

Spanngurte in der Anwendung


Spannschloss Bauteile Einzelteile

Teil des Spanngurts ist ein Spannschloss zum Festzurren von Gegenständen. Pruefetikett_220.pngStandardgurte werden in den Breiten 25, 35, 50 und 75 mm hergestellt; sie können mit Zugkräften von 250 bis 10 000 daN beansprucht werden.

Spannschloss, Ratsche und Endbeschlag

Spanngurte - meist gewebte Polyesterbänder - werden mit einem Spannschloss (Bild) verschlossen. Ein Ratschenhebel aus hochwertigem verzinktem Stahl erzeugt die Spannkraft. Spannschlösser gibt es als Langhebelratsche, Kurzhebelratsche, und Schwerlastratsche. Die zulässige Zugkraft, das Gurtmaterial und die Prüfnorm nach EN 12195-2 sind auf ein eingenähtes blaues Prüfetikett gedruckt.
Je nach Anwendung werden Spanngurte ohne oder mit unterschiedlichen Befestigungsmöglichkeiten, den Endbeschlägen, ausgestattet. Häufig sind es Klauenhaken.

Aufgaben zum Spannschloss

Die folgende Zeichnung ist absichtlich einfach gehalten. Weil die perspektivische Darstellung oben zusätzliche Informationen gibt, ist für die folgenden Aufgaben eine Seitenansicht nicht nötig.

Spannschloss zusammengebaut mit Einzelteilen

1. Perspektivische Darstellung: Drucke die Zeichnung aus und benenne die drei wichtigsten Bestandteile des Spannschlosses.

2. Blaues Etikett:
a) Für welche Höchstzugkraft in daN ist der Gurt zugelassen?
b) Aus welchem Material sind die Gurte?

3. Warum ist die Achse, auf der die Sperrräder sitzen, zweigeteilt?

4. Zeichnung »Spannschloss zusammengebaut«. Drucke die Zeichnung aus und mache dir mit Pfeilen klar, was bei Rechts- und Linksdrehung des Spannhebels geschieht.
Der Spannhebel wird nach rechts geschwenkt.
a) Wie verhält sich die federbelastete Klinke im Spannhebel?
b) Warum dreht sich das Sperrrad nicht nach rechts mit?
c) Wird der linke Gurt aufgerollt (gespannt)?
d) Der Spannhebel besitzt eine Nase, die man braucht, wenn das Spannschloss nach dem Festzurren der Last ganz zusammengelegt ist. Welche Aufgabe hat die Nase?

5. Zeichnung »Spannschloss zusammengebaut«: Der Spannhebel wird aus seiner unteren Lage nach oben (nach links) geschwenkt.
a) Welche Aufgabe hat die Klinke im Gurthebel?
b) Wie verhält sich die Klinke im Spannhebel?

6. Aufgabe: Die Achse ist sechs Mal um jeweils 90° verdreht gezeichnet. Skizziere freihand den aufgerollten Gurt dazu.

Uebung Gurt aufrollen und spannen

Lösungen

1. Von links nach rechts: Spannhebel mit Klinke; geteilte Achse mit Sperrrädern; Gurthebel mit Klinke und Gurtachse.

2.
a) 250 daN (= 250 kg). Kurzzeichen LC (= Lashing Capacity = zulässige Zugkraft).
b) PES = Polyester

3. In den Schlitz wird das längere, lose Gurtteil geschoben. Beim Linksdrehen des Spannhebels rollt sich der Gurt auf der Achse auf.

4.
a) Sie ratscht über die Zähne des Sperrrads.
b) Es wird von der Klinke im Gurthebel zurückgehalten.
c) Nein. Grund: Beim Ratschen dreht sich auch die Achse nicht mit.
d) In der Schließstellung hängt sich die Nase in der Klinke des Gurthebels ein und verhindert so ein ungewolltes Zurückgehen dieser Klinke. Die Nase ist also eine Sicherung gegen Aufdrehen des gespannten Gurts.

5.
a) Sie ratscht über die Zähne des nach links drehenden Sperrrads.
b) Sie nimmt die beiden Sperrräder zusammen mit der Achse mit und spannt dabei den Gurt.

6. Tipp: Wenn man ab Skizze 4 den Gurt von seinem rechten Ende her zeichnet, kommt man mit dem Innen und Außen der Aufrolllagen nicht in Konflikt.

Gurt_aufrollen_Loesung_440.png

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